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Anmeldung nicht möglich! Ankunft und Abschied - das Leben der Brigitte Reimann

Zeuthen, am Fr., 13.9.2024, 17:00-19:30 Uhr
1 Termin, 3,33 UE, Kursleitung: Frau Dr. Katrin Sell

Es erscheint zunächst erstaunlich, dass in den Jahren 1997 und 1998 nach der Veröffentlichung ihrer beiden Tagebuch-Bände diese in allen Feuilletons der überregionalen Zeitungen an herausgehobener Stelle rezensiert wurden. Brigitte Reimanns Tagebücher sowie ihr Briefwechsel haben heute offenbar deshalb eine so große Resonanz, weil die politischen Bedingungen ihres Zustandekommens nicht mehr existieren.
Man mag Brigitte Reimanns Wahrnehmung der DDR als von politischer Naivität und Unzulänglichkeit behaftet ansehen; deren Stärke liegt aber zweifellos in der oftmals selbstironischen Kommentierung dieser auch in ihrer eigenen Persönlichkeit angelegten Widersprüchlichkeit: "Ach, ich Esel und albernster aller Dummköpfe mit meinem gemütvollen Sozialismus . . ." Gerade dieses Dasein zwischen Begeisterung und Verzweiflung macht ihr Leben noch heute so schillernd.

Filmvorführung: Unser kurzes Leben (DDR 1981)
Regie: Lothar Warneke, Darsteller: Simone Frost, Herrmann Beyer u.a.


In einer Kreisstadt angekommen, wird die junge Architektin Franziska Linkerhand dem bestehenden Stadtarchitekturbüro zugewiesen. Sie trifft auf ein Kollektiv, das längst vor den Zwängen der Praxis kapituliert hat. Industrieller Wohnungsbau am Rande der historischen Altstadt und ohne Anbindung an diese, und zwar unter dem Motto: So viel, so schnell, so billig wie möglich. Trotzdem versucht sie, ihre Ideale eines lebenswerten Wohnens mit den Realitäten in Übereinstimmung zu bringen, muss jedoch schnell feststellen, dass ihr Engagement nicht gefragt ist. Doch Franziska gibt nicht auf. Die Protagonistin in Brigitte Reimanns Roman, die Architektin Franziska Linkerhand, suchte immer noch das, was für ihre Autorin in Hoyerswerda unerreicht blieb: "Es muss sie geben, die kluge Synthese zwischen Heute und Morgen, zwischen tristem Blockhaus und heiter-lebendiger Straße, zwischen dem Notwendigen und dem Schönen, und ich bin ihr auf der Spur."

Anmeldung nicht möglich! Denk bloß nicht, ich heule (DDR 1965)

KW, am Fr., 11.10.2024, 19:00-21:30 Uhr
1 Termin, 3,33 UE, Kursleitung: Herr Kai Berdermann

In der Zeitschnitt-Reihe 2024 stehen Jugendliche in der DDR im Mittelpunkt mit ihrer Sehnsucht nach Entfaltung, dem Drang nach Freiheit einerseits und den Erfahrungen von Begrenzung, Normsetzung und Bestrafung andererseits.
Der Jugend kam im Realsozialismus ostdeutscher Prägung ein besonders hoher Stellenwert zu. Das wichtigste Erziehungsziel der führenden Sozialistischen Einheitspartei (SED) war es, die jungen Menschen in der DDR zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ und zu Staatsbürgern zu erziehen, die den Ideen des Sozialismus treu ergeben sind (Jugendgesetz der DDR von 1974). Dementsprechend wurden Aktivitäten von jungen Menschen jenseits dieser Normen misstrauisch beobachtet und aktiv bekämpft. Das rebellische Potential der Heranwachsenden bildete einen sich ständig erneuernden Unruheherd, der im Zaum gehalten werden musste. Zwischen den Polen von Aufbegehren und Parteitreue entwickelte sich ein vielgestaltiges und keineswegs klar differenzierbares Feld.
Die diesjährige Film-Reihe wird sich diesen Widersprüchen widmen. Von den Kino-Orten wurden hauptsächlich Filme gewählt, die von der Rebellion gegen die engen staatspolitischen Schranken zeugen. Da sie von zivilem Ungehorsam oder alternativen Lebensentwürfen erzählen, stellen diese heute wichtige Korrektive zum Selbstdarstellungsbild der DDR dar. Wie schon in vorangegangenen Ausgaben von „Zeitschnitt“ wird der Blick mit einem russischen Film auf eine europäische Perspektive erweitert.
Mit den filmhistorischen Einführungen durch Dr. Claus Löser und dem Angebot eines Gesprächs nach den Filmen möchten das Filmmuseum und die LAkD einen Beitrag leisten, das Wissen über diese Widersprüche zu erweitern und ein Angebot schaffen, dieses auch gemeinsam zu reflektieren.

Eintritt frei

Anmeldung nicht möglich! Kreatives und biografisches Schreiben

KW, am Sa., 2.11.2024, 10:00-16:00 Uhr
1 Termin, 7 UE, Kursleitung: Frau Kirsten Heidler

Jede/r hat Geschichten zu erzählen - für seine Familie, seine Freunde, vielleicht sogar für die ganze Welt. In diesem Kurs lernen Sie, wie Sie die Geschichten anschaulich und interessant zu Papier bringen. Sie lernen kreative Schreibmethoden sowohl für das Schreiben von Lyrik als auch für Prosa kennen. Um Erlebtes und Erfundenes farbig und lebendig schildern zu können, trainieren Sie den Einsatz unterschiedlicher Schreibanlässe, Inspirationsquellen sowie das richtige Handwerk. Wir üben in Schreibspielen und probieren biografische Ansätze beim Schreiben aus. Sie vollziehen erste Schritte, um Ihren eigenen Schreibstil zu finden. Die Texte werden auf Wunsch vorgelesen und konstruktiv besprochen.

Anmeldung nicht möglich! Hans Fallada – ein Leben zwischen Welterfolg und Abgrund

KW, am Fr., 22.11.2024, 19:00-21:30 Uhr
1 Termin, 3,33 UE, Kursleitung: Frau Dr. Katrin Sell

Sein autofiktionaler Roman "Der Trinker", 1950 posthum erschienen, wurde zum Welterfolg. Er erzählt eindrücklich die Tragödie eines süchtigen Mannes. Seitdem gilt Hans Fallada als einer der bedeutendsten sozialkritischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts aus Deutschland. Er schrieb große Romane über kleine Leute: über Arbeitslose und Gefangene, über Landarbeiter und Prostituierte, über Spieler und Trinker. Rudolf Ditzen, wie er eigentlich hieß, kannte die Milieus, die er schilderte, alle aus eigener Erfahrung, denn das Leben riss ihn immer wieder aus den vorgezeigten Wegen hinaus und in die Abgründe hinein. Er war arbeitsbesessen, suchtkrank und depressiv, aber auch ein liebevoller Familienvater und kompetenter Landwirt. Jahrzehnte nach seinem Tod erlebten die Werke Hans Falladas eine unerwartete Renaissance, besonders auf dem anglo-amerikanischen Buchmarkt. Dort ist sein Roman "Jeder stirbt für sich allein" ein Bestseller: 300.000 verkaufte Exemplare in Großbritannien, 150.000 in den USA. Falladas bewegtes Leben war indes so spannend wie die Welt seiner Romane und hat zahlreiche Biographien und Werke über ihn inspiriert.

Filmvorführung: Letztes Kapitel (DDR 1988)

RE: Roland Gräf, DA: Jörg Gudzuhn, Jutta Wachowiak, u.a. Der Film schildert die letzten Jahre zehn Jahre des Schriftstellers Hans Fallada. In den 1930er Jahren lebt er mit seiner Familie in der Abgeschiedenheit Mecklenburgs und befindet sich in einer Schaffenskrise. Er schreibt kaum noch etwas von Belang, trinkt und nimmt Tabletten. Seine Frau Anna hält in tiefster Depression zu ihm. Als er einer neuen Liebe begegnet, gibt die ihm zwar wieder Lebensmut, doch zugleich zieht ihn noch weiter in den Abgrund. Der Film ist eine Hommage an den Schriftsteller und von hoher Kunstqualität. Dramaturgisch ausgefeilt und vorzüglich fotografiert. Sehenswert.

Anmeldung nicht möglich! Mehr als ein Dichter – Heinrich Böll

KW, am Fr., 21.2.2025, 19:00-21:30 Uhr
1 Termin, 3,33 UE, Kursleitung: Frau Dr. Katrin Sell

Der Nobelpreisträger für Literatur (1972) war nicht nur einer der wichtigsten Nachkriegs- schriftsteller im geteilten Deutschland, auch sein politisches Engagement machte ihn zu einer wirkungsvollen öffentlichen Person. In der Ära Adenauer profilierte er sich als Widerpart zum konservativen Kanzler und schärfte damit sein linksintellektuelles Profil. Seine Romane sorgten nicht selten für innenpolitische Skandale. Insbesondere beschäftigte er sich mit der Berichterstattung der Springer-Presse, die er scharf angriff.
Der Vortrag will an das wechselvolle Leben dieses Künstlers, der auch immer Zeitzeuge war, erinnern.

Filmvorführung: Die verlorene Ehre der Katharina Blum (BRD 1975)
RE: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta, DA: Angela Winkler, Mario Adorf, Jürgen Prochnow

1974 erschien Bölls wohl bekanntestes Werk Die verlorene Ehre der Katharina Blum. Als Böll die Springer-Presse im Zuge ihrer Berichterstattung über die RAF-Terroristen verurteilte, galt er bald als geistiger Sympathisant des Terrorismus und musste miterleben, wie seine Person verunglimpft und unter Generalverdacht gestellt wurde.

Anmeldung nicht möglich! Couchsurfing in der Ukraine

KW, am Do., 27.2.2025, 19:00-21:15 Uhr
1 Termin, 3 UE, Kursleitung: Herr Stephan Orth

Bestsellerautor Stephan Orth ("Couchsurfing im Iran") hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine von Anbeginn intensiv miterlebt. Durch seine ukrainische Freundin Yulia verbindet ihn ein besonderes Band mit dem Land. Wie geht es den Menschen, die geblieben sind? Wie sieht ihr Alltag aus, was gibt ihnen Hoffnung? Und was hat das alles mit uns zu tun? Mit diesen Fragen reist er für mehrere Monate durch das kriegsgeplagte Land. Er wohnt bei Einheimischen, hört ihre Geschichten, ist beeindruckt von ihrem Mut und Lebenswillen - und packt selbst beim Wiederaufbau mit an.
In der Multimedia-Lesung zu seinem neuen Buch "Couchsurfing in der Ukraine" wird Stephan von den Menschen berichten, die er unterwegs traf. Da ist die Juristin Polina, die von Saporischschja aus täglich bei medizinischen Evakuierungsfahrten ihr Leben riskiert. Da ist Vladimir aus Dnipro, der einen Song geschrieben hat, von dem er glaubt, dass er sofortigen Frieden bringen könnte, wenn ihn nur genug Menschen hören. Da ist die 85-jährige Iryna aus Lyman, die seit 18 Monaten im eigenen Keller lebt, weil ihre Wohnung zerstört wurde, und die trotzdem nicht ihre positive Lebenseinstellung verloren hat.
Ein bewegender Bericht, der uns eine Perspektive ermöglicht, die weit über den Krieg hinausreicht.

Stephan Orth, Jahrgang 1979, arbeitete von 2008 bis 2016 als Redakteur bei Spiegel Online, bevor er sich als Autor selbständig machte. Seine größten Erfolge waren die Bestseller "Couchsurfing im Iran." und "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt.". Besitzt fünf Rucksäcke, vier Schlafsäcke und drei Zelte, aber keinen Rollkoffer.
Webseite: www.stephan-orth.de

Anmeldung nicht möglich! Drei Frauen träumten vom Sozialismus

KW, am Fr., 7.3.2025, 19:00-21:00 Uhr
0 Termine, Kursleitung: Carolin Würfel

Christa Wolf, Brigitte Reimann und Maxie Wander
Carolin Würfel porträtiert diese drei Ikonen der DDR-Literatur und wirft einen modernen Blick auf das große Versprechen des Sozialismus.
Christa Wolf, Brigitte Reimann, Maxie Wander waren sie Träumerinnen oder Macherinnen, diese drei Frauen, die zu Ikonen der DDR-Literatur wurden? In ihrem atmosphärischen Porträt zeigt die Autorin Carolin Würfel drei Schriftstellerinnen, die im Temperament unterschiedlicher kaum sein könnten und die doch eines eint: die Begeisterung für das Versprechen des Sozialismus, die Bereitschaft, den Traum vom neuen Menschen in ihrem Alltag, ihrer Arbeit und ihren Beziehungen umzusetzen. Mit welchem Selbstbewusstsein diese Frauen in den 1950er- und 1960er-Jahren ihre Ziele verfolgen, sich dabei als Freundinnen stützen – wie ihre Träume aber auch platzen, davon erzählt Carolin Würfel inspiriert und mitreißend und lässt ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden.

Die Lesung wird gefördert im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche durch die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Dahme-Spreewald

Anmeldung nicht möglich! "Veronika der Lenz ist da" Frühlingslieder zum Mitsingen

KW, am Fr., 4.4.2025, 18:00-21:00 Uhr
1 Termin, 4 UE, Kursleitung: Frau Karin Lasa

Wir laden herzlich zum gemeinsamen Singen ein! Mit bekannten und beliebten Melodien, vom Volkslied bis zum Evergreen, möchten wir mit Ihnen musikalisch den Frühling begrüßen.In diesem Mitsingkonzert erklingen gemeinsam mit dem Publikum gesungene Lieder, abwechselnd mit kleinen Beiträgen von Solisten und Ensembles der Kreismusikschule Dahme- Spreewald Keiner singt alleine, keiner singt falsch – aber alle singen sich glücklich!

Anmeldung nicht möglich! Kreatives und biografisches Schreiben

KW, am Sa., 26.4.2025, 10:00-16:00 Uhr
1 Termin, 7 UE, Kursleitung: Frau Kirsten Heidler

Jede/r hat Geschichten zu erzählen - für seine Familie, seine Freunde, vielleicht sogar für die ganze Welt. In diesem Kurs lernen Sie, wie Sie die Geschichten anschaulich und interessant zu Papier bringen. Sie lernen kreative Schreibmethoden sowohl für das Schreiben von Lyrik als auch für Prosa kennen. Um Erlebtes und Erfundenes farbig und lebendig schildern zu können, trainieren Sie den Einsatz unterschiedlicher Schreibanlässe, Inspirationsquellen sowie das richtige Handwerk. Wir üben in Schreibspielen und probieren biografische Ansätze beim Schreiben aus. Sie vollziehen erste Schritte, um Ihren eigenen Schreibstil zu finden. Die Texte werden auf Wunsch vorgelesen und konstruktiv besprochen.

Anmeldung nicht möglich! Sörensen macht Urlaub

KW, am Sa., 24.5.2025, 19:00-21:15 Uhr
1 Termin, 3 UE, Kursleitung: Herr Sven Stricker

Der von seiner Angststörung geplagte Kriminalkommissar Sörensen will endlich einmal Urlaub machen und dem tristen Katenbüll für eine Weile entfliehen. Nach Österreich will er, in die Berge - schwimmen gehen. Nur einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg plant er ein, bei seiner Ex-Frau Nele und Tochter Lotta. Was soll schon schiefgehen? Antwort: alles. Denn das Verbrechen reist ihm hinterher ...
Parallel hat Kollegin Jennifer in Katenbüll plötzlich einen eigenen Mordfall zu bearbeiten. Und sie wird den Teufel tun, Sörensen davon zu erzählen.
Sörensen sieht sich bald schon in einem Netz aus größeren und kleineren Lügen gefangen, das nicht nur ihm die Sicht versperrt. Oder ist es am Ende gerade diese Spur aus Lügen, die Jenni und ihn zur Wahrheit führt?
Sven Stricker wurde 1970 in Tönning geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis. Mit «Sörensen hat Angst» war Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert, die gleichnamige Verfilmung gewann 2021 den Deutschen Fernsehkrimipreis sowie den österreichischen Fernsehpreis Romy. 2022 wurde Stricker für das Drehbuch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.

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Unsere Programmbereiche

Veranstaltungskalender

Juni 2024
Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
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Tel.: 03546 20-1060
Fax: 03546 20-1059

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15711 Königs Wusterhausen

Tel.: 03375 26-2500
Fax: 03375 26-2519


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Donnerstag: 08:00-16:00 Uhr

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