Reihe: Literatur & Film

Der Schauspieler Dieter Mann

"Das Unangemessene würdig missachten"
Veranstaltung zum 1. Todestag von Dieter Mann

 

Dieter Manns Schaffen ist gar nicht groß genug zu bemessen: Viel kann er uns erzählen, von einer Zeit, die längst vergangen zu sein scheint: Einer Zeit, in der Schauspieler über Jahrzehnte und Krisen hinweg in Ensembles zusammen arbeiteten; erzählen vom Vertrauen im Miteinander, von Schauspielerei als Erweiterung der Sinne. Und davon, wie es sich anfühlt, auf derselben Bühne als Anfang Zwanzigjähriger zu stehen und dann als 65-Jähriger – mit all der gewonnenen Erfahrung. Sensibel, ernst, konzentriert, unaufgeregt und analytisch – so könnte man das Spiel Dieter Manns beschreiben und würde ihm doch nie wirklich gerecht werden. In einer Einführung soll das künstlerische Leben des Schauspielers näher vorgestellt werden. Dieter Mann starb im März 2022.

 

Filmvorführung: "Berlin, um die Ecke" (DDR 1965/66)
Regie: Gerhard Klein
Darsteller: Wolfgang Kohlhaase, DA: Dieter Mann, Monika Gabriel, Erwin Geschonneck u.a.

 

Berlin in den 1960er-Jahren: Olaf und Horst sind Freunde. Beide sind in der Jugendbrigade eines Metallbetriebs in Berlin-Schöneweide tätig. Sie sind über die Zustände in ihrem Betrieb verbittert, in dem sie mit veralteten Maschinen arbeiten müssen und ständig Materialmangel herrscht. Sie begehren dagegen auf. Unterstützung erfahren sie nur durch ihren alten Arbeitskollegen Paul Krautmann. Sie werden in der Betriebszeitung ungerechtfertigt kritisiert und fühlen sich gekränkt, so dass sich Olaf dazu hinreißen lässt,
den verantwortlichen Redakteur Hütte tätlich anzugreifen. Der Film setzt sich kritisch mit Missständen des Sozialismus auseinander und geriet nach der Beendigung der Dreharbeiten in die Mühlen des 11. Plenums des ZK der SED. Im Zuge dieser Tagung gerieten aktuelle Filmproduktionen, deren Regisseure es wagten, die Gesellschaft zu kritisieren, in die Kritik. Erst im Jahr 1990 erlebte der Film seine Aufführung. Er zählt somit zu den Verbotsfilmen der DEFA. Das Drehbuch zum Film schrieb Wolfgang Kohlhaase.
Sein Sprachwitz und seine genaue Beobachtungsgabe einzelner Milieus schafften die besten Voraussetzungen für herausragende Filme. Ohne seine Drehbücher wäre die DEFA um viele gute Filme ärmer. Im Oktober 2022 starb Wolfgang Kohlhaase.

Die Veranstaltuing ist eine Kooperation mit der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen und dem Kulturbund Dahme-Spreewald.

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Freitag, 17. Februar 2023, 19:00 Uhr
Stadtbibliothek Königs Wusterhausen

Referentin: Dr. Katrin Sell
Eintritt: 6,- €

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Veranstaltungskalender

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